Weltneuheit: PistenBully fährt mit Diesel/Gas-Gemisch.
Umweltfreundlich in Kitzbühel auf der Piste unterwegs. Kässbohrer Geländefahrzeug AG und Salzburg AG Innovationsführer.
Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG und die Salzburg AG entwickelten gemeinsam mit der Salzburger Firma Infinite und dem englischen Unternehmen Hardstaff die erste serientaugliche Pistenraupe, die mit einem Diesel/Gas-Gemisch unterwegs ist. Das Gas für den Antrieb ist 100 % Biogas und damit absolut CO2-neutral. Die Kitzbüheler Bergbahnen haben ab sofort den ersten Biogas Serien-PistenBully im Einsatz.
Innovationen, made in Laupheim.
9 Meter lang, 4,20 Meter breit, 9 Tonnen schwer und 400 PS stark. Das sind die Eckdaten der ersten serientauglichen PistenBully 600 TwinPower mit Diesel/Gas-Gemisch-Antrieb. Projektleiter Johann Schmidhuber von der Salzburg AG: "Die Pistenraupe kann bis zu 70 % des Diesels durch Gasbeimengung ersetzen. Da wir CO2-neutrales Biogas für den Antrieb verwenden, können so jährlich 37 Tonnen CO2 eingespart werden." Bemerkenswert ist, dass durch das Beimischen von Erd- oder Biogas der PistenBully 600 TwinPower gegenüber dem PistenBully 600 mit herkömmlichem Dieselantrieb keine Leistungsminderung erfährt.
Zwei Jahre dauerte die Entwicklung, die Kässbohrer, das englische Unternehmen Hardstaff gemeinsam mit der Salzburg AG und der Infinite GmbH vorangetrieben haben. In der vergangenen Wintersaison wurde die Innovation im Skigebiet Saalbach ausgiebig getestet, nun fährt das erste Serienfahrzeug auf Kitzbühels Pisten.
Kitzbüheler Bergbahnen sind Vorreiter.
"Uns war es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Eine Pistenraupe wird die Umwelt nicht retten, es ist aber ein guter Anfang und wir wollen solch positive Entwicklungen vorantreiben", so Dr. Josef Burger, Vorstand der Kitzbüheler Bergbahnen. Das Biogas für Kitzbühel wird in eigenen mobilen Tankstellen von der Salzburg AG geliefert, damit vor Ort getankt werden kann. Burger: "Als Anbieter im Tourismus haben wir eine Verpflichtung gegenüber der Umwelt und natürlich auch unseren Gästen gegenüber. Raubrittertum an der Umwelt wird sich langfristig nicht auszahlen, bewusster und schonender Umgang mit unseren Ressourcen sehr wohl. Es freut uns, dass wir als erste die neue Pistenraupe verwenden können, damit sind wir einmal mehr Innovationsführer."
Umweltfreundlich durch Schadstoffreduktion.
Erdgas als Kraftstoff gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zur Entlastung der Umwelt bietet sich das Naturprodukt Erdgas als idealer Kraftstoff an, wobei die Verbrennung fast vollkommen ruß- und partikelfrei erfolgt. "Die schädlichen Abgase sind im Vergleich zu Diesel und Benzin auf ein Minimum reduziert. Der Anteil von CO, CO² und NOx wird durch den Umstieg auf Erdgas deutlich gesenkt", erklärt Schmidhuber. Die Salzburg AG bietet ihren Kunden neben Erdgas auch Biogas an. Mit der Verwendung von Biogas kann man zusätzlich CO2 einsparen und betreibt die Motoren mit einem erneuerbaren Kraftstoff.
Mobile Erdgastankstelle.
Durch die Entwicklung einer mobilen Erdgastankstelle ist die Salzburg AG in der Lage auch in jenen alpinen Gebieten, in welchen sich keine Erdgasleitung befindet, Erdgas als Kraftstoff anzubieten. Da Erdgas keine Gefährdung für das Grundwasser darstellt, ist die mobile Erdgastankstelle gerade im alpinen Bereich eine umweltfreundliche Alternative zu Dieseltankstellen.
Über die Kässbohrer Geländefahrzeug AG.
Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG produziert und vertreibt weltweit Pistenpräparierfahrzeuge und Strandreinigungsgeräte unter den Marken, PistenBully, Formatic und BeachTech. Das Unternehmen ist Weltmarktführer in der Pistenpräparierung und Strandreinigung. Der Marktanteil bei den Pistenfahrzeugen beträgt weltweit rund 65 Prozent. Der Konzernumsatz betrug im Geschäftsjahr 2008/2009 195,4 Mio. Euro. Der Hauptumsatz wird im Winter- und Skitourismus erzielt. Der Sitz des Unternehmens ist in Laupheim, Baden-Württemberg. Weltweit beschäftigt die Kässbohrer Geländefahrzeug AG über 470 Mitarbeiter in Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Finnland und USA.
Über die Salzburg AG.
Die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation ist der Infrastrukturdienstleister für das Bundesland Salzburg. Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen umfasst Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser, Verkehr und die CableLink-Produkte Kabel-TV, Internet und Telefonie. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 verzeichnete die Salzburg AG mit knapp 2.000 Mitarbeitern rd. 1,53 Mrd. Euro Umsatz. www.salzburg-ag.at.
Über die Infinite GmbH.
Die Infinite GmbH bietet seinen Kunden seit 2005 sowohl Beratungs- und Entwicklungsleistungen, als auch "Out of the Box" Lösungen für den Bereich alternativer, nachhaltiger und umweltfreundlicher automotiver Anwendungen an. Das Angebot reicht von Systemen für Erdgas- und Biogasapplikationen über Wasserstofftechnologie bis zu Elektroanwendungen mit modernster Lithium Polymer Speichertechik. Der Kompetenzbereich erstreckt sich vom Projektgeschäft mit Einzel- und Spezial-entwicklungen bis zum Aufbau von Kleinserienproduktionen. Der Kern der Tätigkeit liegt zum einen in spurgeführten automotiven Anwendungen für Verkehrs- und Offroadbereich sowie Arbeitsmaschinen. Zum anderen in Boots- und Schiffs-anwendungen, sowohl in der Binnen- als auch der Küsten- und Hochseeschifffahrt. Die Infinite GmbH ist Partner der italienischen Firma MTM/BRC, dem größten Hersteller von Erdgassystemen weltweit sowie der Fa. Hardstaff Group aus Großbritannien mit ihren Dual Fuel Gassystemen für Schwerfahrzeuge und steht seinen Kunden mit Referenzen von Österreich und Italien bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten als erfahrener, internationaler Partner zur Verfügung.
Über die Bergbahn AG Kitzbühel.
Nach wie vor zählt die Bergbahn Kitzbühel zu den größten Seilbahnunternehmen Österreichs. Seit ihrer Gründung im Jahre 1928 vermochte das Unternehmen immer wieder mit innovativen Projekten - von der Hahnenkammbahn 1929 über die spektakuläre 3-S-Bahn 2004 bis hin zur ersten 10er Gondel Österreichs und der Maierlbahn 2010 - wichtige Impulse für die Region zu geben. Mit 450 Mitarbeitern in der Saisonspitze erwirtschaftet das Unternhemen gut 39. Mio Euro und befördert pro Jahr 1,5 Mio. Personen. Mit insgesamt 54 Seilbahnen und Liften ist die Bergbahn Kitzbühel in der Lage knapp 96.000 Personen in der Stunde zu befördern und erreicht so gut 17 Mio. Fahrten pro Jahr. Auf 450 ha präparierter Pistenfläche finden die Skigäste 170 Pistenkilometer und auch die Kaser Extended, die längste Abfahrt mit 7,5 km. 8 Speicherseen mit einem Gesamtfassungsvermögen von 554.700 m3 Wasser und 750 Schneeerzeuger sorgen für die notwendige Schneesicherheit und schaffen in einem Zeitfenster von 80 bis 100 Stunden die erste Vollbeschneiung der technisch beschnei-baren Pisten (99km). Mit einer Flotte von 31 modernen Pisten-geräten investiert die Bergbahn Kitzbühel täglich 160 Stunden in beste Pistenqualität und erhielt auch heuer wieder das Pisten-gütesiegel des Landes Tirol. Gut 30 Mio Euro investiert das Seilbahnunternehmen heuer in Komfort (modernste Seilbahn-anlagen) und Schneesicherheit (Speichersee) und ist immer gerne Partner für innovative Ideen.


